Was schenke ich denn nur???

Kennst Du das auch? Ein Geburtstag steht an und Du hast keine Idee, was Du schenken könntest?

Wochenlang zerbreche ich mir den Kopf darüber, was ich meiner Freundin Kathrin zum Geburtstag schenken könnte. Sie ist in einem Alter, in dem sie eigentlich alles hat, was sie braucht und sich kauft, was ihr Freude macht. Sie mag Krimis – aber die habe ich ihr schon mehrfach geschenkt. Und auch ein wenig den Überblick verloren, welche Usedom-Krimis sie schon hat. Sie gärtnert gern. Aber der Geburtstag ist im Dezember – eine Pflanze fällt also aus. Also fange ich an zu googeln… nach witzigen Geschenken für Frauen, nach orginellen Geschenken für Frauen über 40. Leider ist „orginell“ nicht das Wort, das mir einfällt, wenn ich die Geschenkvorschläge anschaue. Also doch wieder überteuerte Gewürzmischungen? Schon wieder ein Geschenkkorb mit Beautyprodukten?

Ach nö! Es soll eine wirkliche Überraschung werden. Etwas, was ich ihr noch nie geschenkt habe. Etwas, das ihr lange Freude macht, aber keine Arbeit. Und als ich über die Internetseite einer Kerzen-Manufaktur stolpere, habe die Erleuchtung! Ich mache das Geschenk selbst. Da ich Fan von Nachhaltigkeit bin, hatte ich mir bereits vor geraumer Zeit zum Zwecke der Wachsrestverwertung alle Uttensilien zum Gießen von Kerzen zugelegt. Leider entsprach das Ergebnis nicht meinen Erwartungen und so schlief das Unterfangen wieder ein. Aber die Formen zum Gießen der Kerzen inspirierten mich – zum Füllen mit Gips. Und die Idee zum Herstellen von Deko aus Gips war geboren!

Da ich gerade Urlaub hatte, war Zeit genug, um sich mit der Thematik „Gips“ und seine Verwendung zu beschäftigen. Ist er nachhaltig? Ist er haltbar? Ist er umweltfreundlich? Ist er gesundheitlich unbedenktlich? Lässt er sich im Nachhinein bearbeiten, bemalen und einfärben? Es stellte sich heraus: Gips ist ein Material, das mich begeistert. Ich bin ein Freund von „weniger ist mehr“ – deshalb mag ich die Schlichtheit von Gips-Figuren, die Eleganz der filigranen Reliefs. Ich mag die Vielseitigkeit der Produkte, die man daraus herstellen kann, genau so wie die Individualität jedes Produktes.

Inzwischen wurde aus der ersten Figur als Geschenk für meine Freundin – übrigens eine Teelichtfigur in Form ein Engels – eine ziemlich große Vielfalt in allen möglichen Themenbereichen. Und es kommen immer neue Stücke dazu, die ich als geeignete Dekoration empfinde, als Sammelobjekt, als Basis für eigene Bastelprojekte oder als Geschenk-Idee…

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